BilderBühnen
Leinwandszenen aus dem Kunstarchiv Beeskow 1978-1988

Burg Beeskow, 10. Oktober 2010 – 22. Mai 2011

Die Ausstellung »BilderBühnen« gibt mit den zwischen 1978 und 1988 entstandenen Gemälden einen Einblick in das Themenspektrum der offiziell in der DDR akzeptierten Kunst und präsentiert verschiedene künstlerische Konzepte der 1980er Jahre. Die Kunstwerke der Ausstellung stehen stellvertretend für eine thematische Kunst, die große Formate und eine expressive Malweise, Verfremdungen und räumliche Inszenierungen miteinander verbindet und die in der Komplexität der dargestellten Figuren und Konflikte auch heute noch einen mehrschichtigen Deutungsspielraum aufweist. Viele Künstler hatten mit ihren Bildern gesellschaftliche Konfliktfelder programmatisch bearbeitet und auf diese Weise dazu beigetragen, dass die Kunst gesellschaftliche Prozesse ständig begleitete und kommentierte, aber auch Antworten anbot, die sonst nirgendwo zu bekommen waren. Vor allem die jüngere Generation versuchte sich an einer in Ikonographie und Stilistik drastischen Malweise, die kritisch die eigene Verstrickung mit der Gesellschaft thematisierte. Zu sehen sind Werke von drei Künstlergenerationen, die als Lehrer oder Studenten an den Kunsthochschulen in Berlin, Leipzig, Dresden und Halle tätig waren.

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Schichtwechsel
Kunst aus 40 Jahren DDR

Südbahnhof Krefeld, 3.Oktober 2010 – 29.Oktober 2010
Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft Eupen / Belgien, 15. November 2010 – 31. Dezember 2010

Der Ausstellungstitel Schichtwechsel bezieht sich sowohl auf den Wandel der Arbeitswelt als auch auf den gesellschaftlichen Wandel nach dem Ende der DDR und dem damit verbundenen Paradigmenwechsel in der Kunst. In thematisch strukturierten Abteilungen werden zeitübergreifend Schwerpunkte gesetzt wie das neue Menschenbild, Aufbau der DDR, Welt der Arbeit (Industriedarstellungen, Brigadebilder, Helden der Arbeit, Aussteiger etc.), gesellschaftliches Engagement, Landschaft/Stillleben, die der gegenständlichen Darstellung verpflichtet sind. In der letzten Abteilung sind Künstler vertreten, die vor allem in den verschiedenen grafischen Techniken in Bereichen des Abstrakten gearbeitet haben.
Schichtwechsel verdeutlicht im anhaltenden Kontext des deutsch-deutschen Bilderstreites noch einmal die enge Verbindung zwischen Staat und Kunst und lässt die Künstler mit ihren Werken, weniger mit ihren Biografien oder den Auftragskriterien, zu Wort kommen. Allein die Bilder teilen mit, wie weit ein Künstler sich angepasst oder über seine mittelmäßige Begabung mit der Bedienung entsprechender Themen hinweggetäuscht hat.
Die Texte auf den Informationstafeln dienen der Aufklärung über Zusammenhänge und gegenseitige Abhängigkeiten wie dem verordneten sozialistischen Realismus, der aus der nationalsozialistischen Kulturpolitik übernommenen Diffamierung der Moderne, aber auch der Abgrenzung gegenüber der verordneten offiziellen Kunstpolitik (Staatliches Auftragswesen) und Versuchen der trickreichen Auslegung.

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Junge Kunst in Polen 1949 – 1959
Porträts aus der Sammlung "Krąg Arsenału 1955"

Eine Ausstellung des Muzeum Lubuskie, Gorzów Wielkopolski,
in Kooperation mit dem Kunstarchiv Beeskow

Młoda sztuka w Polsce 1949-1959
Portrety z kolekcji "Krąg Arsenału 1955"

Wystawa Muzeum Lubuskiego im. Jana Dekerta w Gorzowie Wlkp.
we współpracy z Kunstarchiv Beeskow


1955 wurde in Vorbereitung der V. Weltfestspiele in Warschau von polnischen Künstlern eine Ausstellung zum Thema "Gegen Krieg, gegen Faschismus" organisiert. Die Gemälde, Skulpturen und Grafiken im Warschauer Arsenal bedienten allerdings nicht die offiziellen Kunsterwartungen, die noch sehr vom Dogmatismus des so genannten Sozrealismus der Stalinzeit geprägt waren. Vielmehr stand die Ausstellung für das Bedürfnis der jungen Generation nach künstlerischer Freiheit und förderte Potenziale einer modernen Ausdrucksweise zutage.
Ein Großteil dieser Kunstwerke befindet sich heute im Muzeum Lubuskie in Gorzów, in einem alten Speicher an der Warthe. Sie stehen heute für den vorherrschenden künstlerischen Individualismus in Polen seit 1945 und sind ein wichtiges Zeugnis für die ständige Suche polnischer Künstler nach eigenen Wegen in der Kunst.

W roku 1955 w ramach przygotowań do odbywającego się wwarszawie V. Światowego Festiwalu Młodzieży i Studentów polscy artyści plastycy zorganizowali wystawę pod hasłem "Przeciw wojnie – przeciw faszyzmowi". Obrazy, rzeźby i grafiki w warszawskim Arsenale nie odpowiadały jednak oficjalnym wymogom stawianym sztuce w dogmatycznym duchu "realizmu socjalistycznego" czasów stalinizmu. Wystawa była dużo bardziej wyrazem potrzeby artystycznej wolności młodego pokolenia i wydobyła na światło dzienne potencjał nowoczesnych środków wyrazu. Większość tych dzieł znajduje się dziś w Muzeum Lubuskim w Gorzowie, wystawiana w na ekspozycji w zabytkowym nadwarciańskim Spichlerzu. Dzieła te mówią dziś o dominującym w Polsce po 1945 roku artystycznym indywidualizmie,stanowiąc ważne świadectwo stałych poszukiwań własnych dróg w sztuce przez polskich artystów.