NEGATIVBILDER. Grafik von Dieter Tucholke
Eine Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow – Kunst in der DDR

15.Oktober 2017 – 11.Februar 2018

Burg Beeskow, Galerie
Bildungs-, Kultur- und
Ausstellungszentrum des Landkreises Oder-Spree

Der Grafiker Dieter Tucholke (1934-2001) hat sich in der DDR intensiv und kritisch mit der deutschen Historie beschäftigt. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht seine Grafikfolge „Negativbilder – Preußische Geschichte“, die er 1980/81 in einer bis heute faszinierenden Formensprache geschaffen hat und die zu seinen bekanntesten Werken gehört. Begleitet werden die grafischen Collagen aus dem Bestand des Kunstarchivs Beeskow von einem großen Objekt aus skurrilen Fundstücken aus der Sammlung des BLmK sowie von einem akustischen Tucholke-Porträt des Komponisten Prof. Lothar Voigtländer, der zur Ausstellungseröffnung elektro-akustische Werke aufführen wird. Mit freundlicher Unterstützung des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst.

Abbildungsnachweis: Dieter Tucholke, Negativbilder – Preußische Geschichte (Preußische Wucherungen), 1981, Kunstarchiv Beeskow. Foto: Armin Herrmann, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

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BILDHAUERINNEN!
Plastik aus dem Kunstarchiv Beeskow
Kunst aus der DDR

18.Juni 2017 – 10.September 2017

Burg Beeskow – Unterm Dach
Bildungs-, Kultur- und
Ausstellungszentrum des Landkreises Oder-Spree
Frankfurter Straße 23
15848 Beeskow

Di – So: 9:00 – 19:00 Uhr

Der Skulpturen-Bestand im Kunstarchiv Beeskow erscheint im Vergleich zur aufbewahrten Malerei und Grafik klein und homogen. Ein konzentrierter Blick auf die von Künstlerinnen geschaffene Plastik eröffnet jedoch die Möglichkeit, eine reiche und vielfältige Werkgruppe zu entdecken. In der Ausstellung sind über 20 Arbeiten von Bildhauerinnen zu sehen, die verschiedenen Generationen angehören und in der DDR einen Teil ihres plastischen Werkes geschaffen haben. Ihre Porträts historischer Persönlichkeiten sind kraftvoll, ihre Frauenakte charakterstark und die Kinder-Bildnisse von hoher Sensibilität.

Kuratorin: Dr. Angelika Weißbach

Weitere Informationen:
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Schlaglichter. Sammlungsgeschichte(n)

Eine Ausstellung des Kunstarchivs Beeskow im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR Eisenhüttenstadt

28.Januar 2017 - 17.April 2017

Dokumentationszentrum Alltagskultur DDR
Erich-Weinert-Allee 3
15890 Eisenhüttenstadt
Telefon: 03364-417355

Die Sammlung des Kunstarchivs Beeskow kam 1994 zustande, als die im Auftrag von Parteien und Massenorganisationen entstandenen Kunstwerke durch die Treuhandanstalt eingesammelt und von den Ländern Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in die Burg Beeskow gegeben wurden. Aus dem Bestand von ca. 15.300 Objekten wurden 70 Werke ausgewählt, die den Wandel der Auftragsbehandlung verdeutlichen. Waren die Menschenbilder der 1960er Jahre bei Edgar Klier, Paul Michaelis oder Walter Womacka noch vom erzieherischen Impetus des neuen sozialistischen Menschentypus charakterisiert, zeigt sich in der Malerei der 1980er Jahre vor allem ein kritisches Verhältnis zur Gesellschaft. Vor dem Hintergrund veränderter Welterfahrung dominieren in den Werken von Hubertus Giebe, Lutz Friedel oder Michael Hegewald Selbstbehauptung und Identitätsbestimmungen als Ausdruck eines realistischen Gesellschaftsverständnisses. Gänzlich eigene Wege sind im Bereich Druckgrafik und Zeichnungen erkennbar, wo neben den Altmeistern Tübke, Mattheuer oder Querner und dem Beherrschen klarer Raum- und Körpervorstellungen die Vielschichtigkeit der zeichnerischen Struktur eines Hanns Schimansky oder Carlfriedrich Claus mit expressiven, spontanen Zeichen innerer Erregung vertreten sind. Existenzielle Situationen verkörpern auch die Porträtplastiken der Bildhauer Fritz Cremer, Gustav Seitz und René Graetz, die unter Vermeidung übertriebenen gestischen Ausdrucks auf Verinnerlichung der Darstellung und behutsame Belebung der Oberflächen setzten.

Die Präsentation im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR ist Bestandteil des vom dkw. Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, dem Kunstarchiv Beeskow und dem Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) ausgerichteten Ausstellungsprojekts „Schlaglichter“ mit parallel durchgeführten Ausstellungen in Cottbus, Eisenhüttenstadt und Frankfurt (Oder).

Zur den drei Ausstellungen, die von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Spree-Neiße und der Sparkasse Oder-Spree gefördert werden, erscheint ein Katalog mit umfangreichem Bildmaterial.

Weitere Informationen:
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www.schlaglichter.net