Harald Hakenbeck (*1926)
Im Studium hatte sich Harald Hakenbeck intensiv mit der Malerei der Renaissance beschäftigt, was seine künstlerische Arbeit in Bezug auf die Maltechnik, die Bildkomposition und die großlinigen Stilisierung entscheidend beeinflusste. Bis 1963 malte der Künstler in einem angemieteten Souterrain in der Nähe seiner Wohnung in Berlin-Lichtenberg, u.a. „Peter im Tierpark“ und „Die Kinder Algeriens“, die 1962 auf der V. Deutschen Kunstausstellung in Dresden gezeigt wurden und zur offiziellen Anerkennung des Künstlers führten. Für Harald Hakenbeck veränderte sich damit seine Arbeits- und Einnahmesituation spürbar. Er erhielt ein großes Atelier in den Neubauten direkt am Frankfurter Tor in direkter Nachbarschaft zu dem Künstler Wolfgang Frankenstein. 1965 übernahm er dessen Dozentenstelle an der Universität Greifswald. Als freischaffender Künstler waren Aufträge für architekturgebundene Kunst seine wichtigste Einnahmequelle. Zwischenzeitlich lehrte er sieben Jahre an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Nach 1989 gab er sein Atelier wegen der zu hohen Mieten auf. Dabei musste der Künstler sich aus Platzgründen von vielen seiner Arbeiten trennen. Er hat sie vernichtet.
(Simone Tippach-Schneider: Aus dem Katalog „Lebens-Mittel Kunst“, Ausstellung mit Bildern aus dem Kunstarchiv Beeskow und der Artothek der Sozialen Künstlerförderung Berlin, 2007.)
Harald Hakenbeck,
Stilleben mit großem rundem Korb und blauer Vase, 1967, Öl auf Leinwand